Mönchhof

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Wappen Karte
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Basisdaten
Land: Österreich
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Fläche: 33,6 km²
Höhe über dem Meeresspiegel: 131 Meter ü. A.
Einwohner: 2.450
Postleitzahl: 7123
Telefonvorwahl: 02173
Gemeindeamt: Kirchenplatz 11a
7123 Mönchhof
Offizielle Website: http://www.moenchhof.at/
Seezugang: nein
Strandbad: nein
Marina: nein

Mönchhof ist eine Gemeinde im burgenländischen Seewinkel im Bezirk Neusiedl am See. Der ungarische Name von Mönchhof ist Barátfalu.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Geschichte

Vor rund 800 Jahren lebten Zisterziensermönche in dem Gebiet um das heutige Mönchhof, die das Land, das zuvor meist aus Feuchtwiesen und Sümpfen bestand, urbar machten und besiedelten. Im Jahre 1217 schenkte ihnen König Andreas II. von Ungarn das ehemalige Petschenegengut Leginthov als immerwährenden Besitz. Das war ein Meilenstein in der Entwicklung des Ortes und verhalf auch dem Weinbau zu einem neuen Höhenflug. So legten die Zisterzienser den Grundstein für den wirtschaftlichen Erfolg der Gemeinde. Die Schenkungsurkunde von 1217 erwähnt die Gemeinde Mönchhof erstmals unter dem Namen Leginthov.

1241 fiel der Ort den Tataren zum Opfer. 1256 begann der neuerliche Aufbau. Von 1553 bis 1671 befand sich ein kaiserliches Gestüt in Mönchhof. Die Türkenkriege 1622 und 1683 verwüsteten den Ort aufs Neue. Aus dieser bewegten Zeit findet man heute noch in der Ortsmitte den 1669 erbauten Wachturm.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Barátfalu verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

[bearbeiten] Anreise

Mit dem Auto kommt man auf der Ostautobahn A 4 über die Ausfahrt Mönchof direkt in doe Ortschaft unsere Ortschaft. Anreise mit einen GPS-Gerät: (Raiffeisenplatz) N47 52,903 E16 56.553 oder N47 52 54.2 E16 56 33.2 Die Bahn bietet Verbindungen von Wien-Südbahnhof nach Neusiedl am See, dann weiter nach Mönchhof. Anreise mit dem Autobus: Von Wien-Mitte fährt alle zwei Stunden ein Bus über Neusiedl am See nach Mönchhof.

[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Mönchhof
Pfarrkirche Mönchhof
Besonders sehenswert ist die weithin sichtbare Pfarrkirche von Mönchhof, die in den Jahren 1729 bis 1734, nach der Zerstörung durch die Türken, neu errichtet und dabei insbesondere mit einer schützenden Mauer umgeben wurde. Die auf einer leichten Erhöhung erbaute Kirche zählt zu den Juwelen der barocken Baukunst.

Nicht weit vom unübersehbaren Türkenturm, steht der Schüttkasten, der seit 1673 dem Stift Heiligenkreuz als Weinkeller und Getreidespeicher diente und heute unter Denkmalschutz steht.

Die idyllisch gelegenen Weinkeller im Kellerviertel Sandhöhe stellen einen optischen und lukullischen Genuß dar. Typisch für das Kellerviertel Sandhöhe ist, dass dort viele Buschenschank-betriebe existieren. Das daneben liegende Areal der Sandhöhe (ca. 2,50 ha) soll in nächster Zeit mit Unterstützung der Gemeinde revitalisiert, d. h. als Naherholungsgebiet ausgebaut werden (Grillplatz, Biotop, Schlittenbahn, Parkanlage).

Dorfmuseum Mönchhof
Dorfmuseum Mönchhof
Einen Besuch wert ist auch das Dorfmuseum Mönchhof (Freilichtmuseum), das seit 1990 besteht. Im Dorfmuseum Mönchhof wird ein Einblick in das Alltagsleben der Bauern und Handwerker im Nordburgenland zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegeben. Zu sehen sind Arbeitsgeräte, Einrichtungsgegenstände, Häuser und Werkstätten, wodurch der Alltag von damals wieder lebendig gemacht wird.

Im Kloster Marienkron befindet sich ein Kur- und Erholungszentrum.

[bearbeiten] Weinbau

Mönchhof gilt als die älteste Weinbaugemeinde Österreichs. Bereits die Kelten sollen an den sanft abfallenden Abhängen der Parndorfer Platte Weinbau betrieben haben. 9 n.Chr., nach Inbesitznahme durch die Römer, hat der Weinbau um Mönchhof einen derartigen Aufschwung erlebt, dass es bereits 91 n.Chr. aus Konkurrenzgründen zu einem Auspflanzverbot nördlich der Alpen kam, dessen formelle Aufhebung erst im Jahre 280 n.Chr. erfolgte.

Mit der Schenkung durch den ungarischen König Andreas II im Jahre 1217 beginnen schriftliche Aufzeichnungen, die sich in ihrer Gesamtheit als geschlossene Kette des Weinbaues bis heute darstellen.

Die häufigsten Rebsorten bei Weißweinen sind Grüner Veltliner, Riesling, Welschriesling, Weißburgunder, Neuburger, Sämling 88. Die meistangebauten Rotweinsorten sind Blauer Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent. Ganz besondere Tradition findet sich in Süßweinen. Ein Ausbruch ist urkundlich aus dem Jahre 1617 dokumentiert.

[bearbeiten] Politik

Bürgermeister ist Josef Kolby von der ÖVP. Mandatsverteilung (21 Sitze) im Gemeinderat: SPÖ 10, ÖVP 11, FPÖ 1. andere Listen 1.


[bearbeiten] Weblinks

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