Tadten

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Wappen Karte
Wappen-tadten.jpg [[]]
Basisdaten
Land: Österreich
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Fläche: 36,02 km²
Höhe über dem Meeresspiegel: 122 Meter ü. A.
Einwohner: 1.244
Postleitzahl: 7162
Telefonvorwahl: 02176
Gemeindeamt: Obere Hauptstraße 1
7162 Tadten
Offizielle Website: http://www.tadten.eu
Seezugang: nein
Strandbad: [[]]
Marina: nein

Tadten ist eine Gemeinde im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Tetény.

Tourismus

Tadten ist an ein gut ausgebautes Radwegenetz angebunden. Der HANSAG-RADWEG "B 10" führt durch Tadten und weiter zur Bewahrungszone des Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel im Hansag vorbei. Bei einer gemütlichen Fahrt kann der Naturfreund bei der Beobachtung der vielfältigen Flora und Fauna den Aufenthalt genießen. Entlang der Staatsgrenze zu Ungarn gelangt man auch zur Brücke von Andau.

Geografie

Tadten liegt inmitten der burgenländischen Puszta im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel in der Nähe der Staatsgrenze Österreichs zu Ungarn.

Geschichte

Die römische Besiedelung des heutigen Gebietes der Gemeinde Tadten wurde bereits 1928 nachgewiesen, als man ein Steinkistengrab mit zahlreichen Grabbeigaben aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert entdeckt hat.

1936 wurde auf einem Hügel ein Friedhof aus dem 11. Jahrhundert mit den Überresten der alten Grenzwächter, der Petschenegen, gefunden. Aus dem Jahr 1130 datiert ein reichhaltiger Fund von rund 2000 Silbermünzen, den ungarischen Königen aus dem Geschlecht der Arpaden zugeschrieben werden.

Im Mittelalter waren es Kleinadelige, die das Geschehen im Ort diktierten und 1357 erfolgt die erste urkundliche Erwähnung als Tetun in einer Besitzstreitigkeitsurkunde. 1451 sprach das Kapitel von Buda die Burgen Rotenstein, Scharfeneck und Ungarisch-Altenburg samt den zugehörigen Ortschaften, darunter auch das als Theten bezeichnete heutige Tadten, die sich in den Händen der Bösinger Grafen befanden, dem Grafen Ellerbach von Eberau sowie dem Grafen de Zeech (Pirichendorf) zu.

Kruzifix bei der Ortseinfahrt Tadten
Gegen Ende des Mittelalters dürfte auch das Eisenburger Domkapitel einen größeren Anteil von Tadten innegehabt haben, da sowohl die örtliche Kirche dem Patron des Eisenburger Domes, St. Michael, geweiht war und überdies das alte Tadtener Gemeindewappen das Bild dieses Heiligen aufwies.

Wie in vielen Gemeinde des Heidebodens östlich des Neusiedler Sees verursachte das Türkenjahr 1529 auch in Tadten gewaltige Schäden.

Der Protestantismus verbreitete sich im Dorf sehr schnell. Im 17. Jahrhundert war die Ortschaft auf mehrere Adelige, die in Tadten Güter besaßen, aufgeteilt. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts kaufte die Familie Esterházy den größten Teil der Gemeinde von den bisherigen Besitzern auf und verhalf der Rekatholisierung des Ortes zum Durchbruch. In den kriegerischen Zeiten der Türkenkriege, der Aufstände ungarischer Magnaten, des Kuruzzenrummels und der Franzosenkriege teilte der Ort das Schicksal der Nachbargemeinden. Auch die beiden Weltkriege brachten in Tadten viel Leid über die Bevölkerung und forderten ihre Opfer. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten der Wiederaufbau und die Instandsetzungsarbeiten ein. Mit dem Bau des Gemeindeamtes, der Volksschule, des Kindergartens, des Feuerwehrhauses und der Ortskanalisation wurde in der Ortschaft eine gute Infrastruktur eingerichtet. Für die Erweiterung des Dorfes wurden neue Bauplätze geschaffen sowie die Straßen und Güterwege verbessert und ausgebaut.